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Tue, 26. November 2013 – 19:37

Die Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen USA und EU kommen gut voran…

… allerdings wurde einer der Knackpunkte auch zunächst ausgeklammert: gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel. In den USA sind Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie ohne Gentechnik nicht mehr denkbar. In der EU dagegen stoßen große Saatgutkonzerne wie Monsanto auf erheblichen Widerstand.

Tagesschau.de nimmt diesen Zusammenhang ein wenig zum Anlass mal ein wenig genauer darauf zu schauen, wie Monsanto die USA verändert. Sobald man sich da auch nur klein wenig naeher mit beschaeftigt, dann werden die unterschiedlichen Sichtweisen auf beiden Seiten des Alantik sichtbar: was in Europa eher als eine suspekte Technologie gesehen wird, ist auf der anderen Seite des Atlantik Ausdruck von Unternehmertum und menschgemachter Brauchbarmachung der Natur. Statt aber Pflanzen “einfach nur” resistenter gegenueber Hitze oder Duerre zu machen, zielt man allem Anschein nach gleich auf einen Bundle-Deal ab:

Mais, Soja und Baumwolle wurden so verändert, dass ihnen das Unkrautvernichtungsmittel “Roundup” von Monsanto nichts ausmacht. Unkraut und Schädlinge sterben ab, aber das Getreide wächst weiter.

Das dieser Ansatz nicht nur vom Grundsatz, sondern auch aus der Praxis her aeusserst bedenklich ist, zeigt sich daran, dass sich auch in den USA Kritik an Monsantos Produkten regt:

Immer häufiger klagen Farmer über besonders resistente Unkräuter auf ihren Feldern. Diese sogenannten “Superweeds” wachsen trotz Mehrfachbehandlung mit Herbiziden einfach weiter. Auch Farmer Troy Roush beobachtet die Super-Unkräuter auf seinen riesigen Feldern im US-Bundesstaat Indiana. Roush weiß, dass Monsanto bereits an der nächsten Generation von Gen-Mais und Gen-Soja forscht. Die kann noch stärkere Unkrautvernichter aushalten. “Eine Spirale nach oben” sei das, meint Farmer Roush.

Teil dieser Spirale ist es dann natuerlich auch, dass es immer staerkerer Herbizide bedarf, um die Pflanzen vor Schaedlingen zu schuetzen… davon geraten erstere natuerlich ins Essen und letztere bauen mit der Zeit eine Resistenz auf. Aber ob da wirklich noch an eine gesunde Ernaehrung gedacht wird, darf zumindest einmal bezweifelt werden: von der Art her, wie dies eingerichtet ist, klingt es doch eher danach, dass man versucht den eigenen Gewinn immer weiter zu erhoehen, indem man sich selber Kunden (und Abhaengigkeiten) schafft. Das diese Vorgehensweise auch noch patentrechtlich geschuetzt wird hat schon ein wenig etwas perverses an sich.