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Sun, 08. December 2013 – 20:03

Sicherlich eine der interessanteren Entdeckungen im Laufe diesen Jahres in Sachen Reiseplanung und Reisestatistiken war der Zugmonitor der Sueddeutschen Zeitung. Nachdem ich ja wiederholt mit Verspaetungen oder gar Zugausfaellen auf meiner Strecke zwischen Bonn und Utrecht zu schaffen hatte, wollte ich doch einmal nachschauen, in wie weit meine (punktuellen) Erfahrungen repraesentativ sind. Stellt sich heraus, dass meine Erlebnisse nicht so vollkommen einzigartig sind:

Die Bahn kommt. Zu oft zu spät. Die SZ protokolliert Pünktlichkeitsangaben, die der Konzern im Internet macht, seit Spätsommer 2011 in einer riesigen Datenbank. Sie legt die Schwachstellen des Netzes offen - und ermöglicht eine einzigartige interaktive Deutschlandkarte, auf der jeder Nutzer live den Fernverkehr in Deutschland verfolgen kann.

Wie man anhand des folgendes Bildes sehen kann, laest sich ueber das in der Datenbank gesammlte Material einiges an Statistik ableiten, welche deutlich ueber den einzelnen Zug hinausgeht; so ist es z.B. moeglich sich die Teilabschniite der Strecke anzuschauen, auf welcher ich mich Woche fuer Woche bewege:

Bahnmonitor fuer Strecke Arnhem - Utrecht

Der einzige Haken derzeit ist allerdings der folgende:

Leider ist die Live-Karte zu Verspätungen im Fernverkehr gerade nicht mehr verfügbar, weil die Bahn ihre Datenstrukturen geändert hat, die wir ausgelesen haben. Wir prüfen, wie wir darauf reagieren.

Da die Bahn sicherlich alles andere als begeistert darueber sein duerfte, dass ihr jemand unabhaengiges ueber die Schulter schaut und ggf. mit den Finger auf Schwachstellen verweist, wuerde ich jetzt nicht allzu viel Hoffnung darauf setzen dass der Zugmonitor in kurzer Zeit wieder in der Lage sein wird, seine Arbeit zu erledigen. Eigentlich schade.