Einer der Nebeneffekte davon, dass ich diese Woche Bilder aus dem zurueckliegenden Jahr nachbearbeitet habe ist, dass ich natuerlich auch versuche ein wenig Informationen zu den Motiven zusammenzutragen. Vor allen Dingen in den Faellen, wenn es sich um Aufnahmen von oertlich durchaus wichtigen Objekten handelt, probiere ich in der Regel schon ein wenig Hintergundinformationen beizufuegen. So geschehen unter anderem bei dem folgenden Bild, welches ich waehrend unserer laengsten Wanderung rund um den Weissensee gemacht habe:

Katholische Kapelle Tscherniheim

Da die meisten Karten da nicht sonderlich viel hergeben, musste ich mich auf dem Umweg ueber den durch das Tal verlaufenden Bach (das einzige wirkliche Identifizierungsmerkmal auf den Karten) zu einem brauchbaren Treffer hangeln:

Tscherniheim war ein von 1621 bis 1879 bestehendes Waldglashüttendorf in den Gailtaler Alpen in Oberkärnten. Von den ehemals rund vierzig Gebäuden der Kärntner Glashütte ist nur eine katholischen Kapelle am Rande einer Almwiese erhalten. Die vom Weißensee aus zugängliche Wüstung in 1163 m Seehöhe liegt auf dem Gemeindegebiet von Hermagor-Pressegger See.

Von dem Dorf ist in der Tat nicht sonderlich viel uebrig geblieben: ausser der Kapelle steht kein weiteres Gebaeude mehr, es gibt lediglich ein paar Schilder, welche daran erinnern, dass hier einmal eine weit ueber das Tal hinaus bekannte Siedlung existiert hat.