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Mon, 31. March 2014 – 21:44

Manchmal ist es wirklich gut, wenn die Dinge enden:

Zwei Paare (Jason Segel, Alyson Hannigan, Cobie Smulders, Neil Patrick Harris, von links) und mittendrin der Erzähler (Josh Radnor), der als Letzter sein Deckelchen findet - und seine Traumfrau etwa nicht? Davon handelt „How I Met Your Mother“. Seit Herbst 2005 geht das so. Am Montag, 31. März, ist es vorbei: Die letzte Folge läuft in Amerika bei CBS. Pro Sieben zeigt sie im kommenden August.

Gefunden habe ich diese Beschreibung in einem Beitrag der FAZ mit dem Titel Wie Fernsehserien enden. Das endlichen erreichte Ende von “How I Met Your Mother” hat man in der Redaktion zum Anlass genommen mal bei einer Reihe von Serien nachzuschauen, wie und unterwelchen Umstaenden diese Abschied von ihrem Fernsehleben genommen haben. Auch wenn die getroffene Auswahl nicht unbedingt dem entsprach, was ich so zu Felde gefuehrt haette, gab es zumindest ein Paar Eintraege in der Liste, welche sich nachvollziehen liessen:

  • Im Falle von 24 wuerde ich definitiv zustimmen, dass der Abschluss am Ende von Season 8 stimmig war; an das Ende dieser Serie ein froehliches Happy-End zu setzen waere niemandem zu erklaeren gewesen. Die Art und Weise wie sich vor allen Dingen die letzte Season entwickelte, gab es nur noch wenige Auswege den Protagonisten ueberhaupt lebend aus dem Bild wandern zu lassen – das offene Ende hatte etwas tragisches, was sich in Einklang mit der Entwicklung von Geschichte und Charakter befand.

  • Sex and the City findet sich ebenfalls in der FAZ Liste; was fuer meinen Geschmack in der Notiz allerdings ziemlich untergeht ist die besondere Verwendung des Zeitraffers als stilistisches Mittel der Erzaehlung: da alle vier Damen ein Stueck weit mit ihren eigenen Problemen beschaeftigt sind, macht die Kamera in der wunderschoenen Montage die Runde – dies gleich zweimal, um so die Lebenswege wieder zusammenzufuehren.

  • Bei John Doe rechneten die Macher wohl eindeutig damit, dass es mindestens noch eine zweite Season geben wuerde – anders kann ich mir den Mega-Cliffhaenger am Ende von Season eins nicht erklaeren. Irgendwie hat es aber von der Serie nie eine Fortsetzung gegeben, was sehr, sehr schade ist.

  • Auch bei Farscape hatten die Macher ganz klar mindenstens noch eine weitere Season fest im Blick: “Bad Timing” hat nicht nur einen riesigen Cliffhanger zu bieten, sondern wartet auch noch mit der eingeblendeten Mitteilung “to be continued…” auf. Auf aber gerade diese Fortsetzung musste die Fangemeinde ziemlich lange warten, eher der Handlungsfaden 2004 mit der Peacekeeper Wars Mini-Serie abgerundet wurde. Interessanterweise gab es aber auch hier noch ein paar Aufhaenger fuer eine moegliche Fortsetzung – dass diese aber jemals kommen wird ist doch eher unwahrscheinlich.

  • Genauso wie Farscape gibt es fuer Entourage im kommenden Jahr auch noch einmal einen Nachschlag. Was allerdings vor den End-Credits passierte war sehr schoen abgerundet und versoehnlich – fuehrte es doch die diversen Personen zumindest sichtbar wieder zusammen. Es wird zwar nicht jedes kleine Details wirklich bis zum Ende erzaehlt, aber die Grundrichtung ist recht deutlich vorgegeben. Da haette man eigentlich wunderbar die Klappe fallen lassen koennen… haette es da nicht noch jene kurze Sequenz nach dem Abspann gegeben, welche einen die Fingernaegel in die Sessellehnen graben (falls man solche in Reichweite hat) und auf die Aufloesung warten laesst. Hier war ganz klar, dass es nach einer Pause noch einmal einen Film geben wuerde, welcher sich mittlerweile auch in Vorbereitung befindet.

  • Friends ist – wer sich noch daran zu erinnern vermag – ueber zehn Jahre lange in regelmaessigen Abstaenden ueber den Sender gegangen. Dass es bei den zehn Seasons bleiben wuerde war auch aus rein dramaturgischer Sicht recht klar, weil schon in den beiden Seasons davor die Dinge zu konvergieren begannen. Da aber gerade bei dieser Serie die beiden Apartments und das Cafe eine wirklich entscheidende Rolle gespielt haben, war es einfach nur konsequent als Abschluss die Tuere hinter sich zu zu ziehen und somit dieses Lebenskapitel hinter sich zu lassen.

Ich denke mal, dass es nicht so sonderlich schwer waere noch weitere Beispiele zu finden… das sei aber am besten mal jedem Einzelnen ueberlassen da in sich zu gehen, sonst werde ich hier heute nicht mehr mit dem Aufzaehlen fertig. Positiv festhalten sollten wir aber in jedem Fall, dass “How I Met Your Mother” wieder von den Schirmem verschwindet – der eigentliche Kern der Geschichte war schon nach zwei Seasons aufgelutscht, das Ende wurde aber immer und immer wieder hinausgezoegert.