Das macht schon einen deutlichen Unterschied: nachdem ich mit dem Bearbeiten – bzw. genauer gesagt: dem Verrechnen – der bei den Renovierungsarbeiten im Haus gemachten HDR-Aufnahmen ein gutes Stueck ins Hintertreffen gelangt bin, habe ich mich endlich einmal auf die Suche nach Moeglichkeiten begeben, wie sich dieser Prozess (oder zumindest ein erheblicher Teil davon) automatisieren laesst. Um dies ein klein wenig besser verstehen zu koennen, hier mal eine Auflistung der wesentlichen Schritte, welche notwendig sind (bzw. waren) um aus den Einzelaufnahmen ein exportfertiges HDR zu erzeugen:

  1. Eventuelle Korrekturen anbringen.
  2. Bilder von RAW nach TIFF konvertieren.
  3. Erstellung eines neuen HDR starten und die zuvor exportierten Bilder zum Import in LuminanceHDR markieren.
  4. Das fertig berechnete HDR abspeichern.
  5. Tonemapping Parameter einstellen.
  6. Tonemapping berechnen lassen.
  7. Resultierendes Bild abspeichern.
  8. Metadaten vom ersten der Original-Bilder in das fertige Bild kopieren.

Auch wenn ich nicht alles davon komplett automatisch abgearbeitet kriege, so lassen sich doch bei Schritt 2 bzw. 3-4 und 5-7 deutliche Einsparungen erzielen:

  • So kostet es mich persoenlich deutlich wenig Zeit (in welcher ich selber taetig werden muss), wenn ich einfach ale Bilder in einem Durchgang von RAW nach TIFF konvertiere; der Rechner ist damit zwar ggf. eine Weile beschaeftigt, aber dies laeuft eben vollkommen alleine.

  • Das Erstellen der HDRs aus den Eingangsbildern laesst sich (wie ich nun herausgefunden habe) weitestgehend als Batch-Prozess fahren. Basieren alle HDRs auf der gleichen Anzahl Einzelbilder (neun in meinem Fall), so laesst sich dies einfach als eine Art Schrittweite einstellen, mittels welcher die Dateien gruppiert und dann weiter verarbeitet werden. Wie ich mittlerweile feststellen konnte geht dies sehr gut, so dass ich nicht mehr weiter eingreifen muss, bis alle Frames verrechnet und als kombinierte HDRs abgespeichert sind. Gerade gegenueber dem Fall, wo man dies HDR fuer HDR einzeln macht, ist dies schon ein deutlicher Unterschied.

  • Wenn es also geht die HDRs im Batch-Modus zu erstellen, dann waere es natuerlich nur konsequent die gleiche Vorgehensweise auf das anschliessende Tone-Mapping anwenden zu koennen. Vor allen Dingen dann, wenn ich (zum Verwenden eines Art Standard-Look) die gleichen Kontrollparameter verwende, liegt es ja nahe einen Preset zu definieren, welcher sich dann fuer alle Tone-Mapping Berechnungen verwenden laesst. Wie sich herausstellt ist gerade dies moeglich: es gibt die Moeglichkeit die Tone-Mapping Parameter als eine Konfigurationsdatei zu exportieren, welche sich (da reiner ASCII Text) sogar von Hand aus noch anpassen laesst.

TMOSETTINGSVERSION=0.6
XSIZE=4288
TMO=Mantiuk06
CONTRASTFACTOR=1
SATURATIONFACTOR=1.5
DETAILFACTOR=7
CONTRASTEQUALIZATION=NO
PREGAMMA=0.95

LuminanceHDR

Wie schon mit dem Erstellen der HDRs selber bedeutet auch dies hier, dass ich einfach nur den Job anwerfen brauche – der Rest laeuft dann ohne weitere Interaktion durch. Was allerdings nach wie vor noch von Hand gemacht werden muss sind so Dinge wie das Umbenennen der Dateien (da ich da eine recht gut etablierte Konvention habe, was die Namensgebung betrifft) bzw. das Umkopieren der Metadaten. Die aber wirklich zeitaufwendigen Arbeitsschritte weitestgehend automatisieren zu koennen ist definitiv ein Fortschritt welcher sehr willkommen ist – immerhin habe ich es auf diese Weise geschafft alles an Bildern seit der letzten Woche im Hintergrund durchrechnen zu lassen (so dass ich mich jetzt nur noch um die Beschriftungen kuemmern muss, ehe alles online gehen kann).