Sicher, dass dies beabsichtigt war:

Die britischen Medien The Guardian, Daily Mail und BBC sind von Google darüber benachrichtigt worden, dass einige ihrer Artikel in Europa aus dem Index der Suchmaschine genommen wurden. Damit setzt der US-Konzern offenbar Löschaufforderungen um, die Nutzer nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von Mitte Mai ermöglicht wurden. Der EuGH hatte entschieden, dass Suchmaschinenbetreiber dazu verpflichtet werden können, Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste zu streichen.

So ganz neu ist mir der Sachverhalt nicht, denn vor der Meldung auf Heise News hatte ich dies bereits ueber die BBC selber gelesen.

Wer hier immer noch der Meinung ist, dass das Urteil des EUGH vor allen Dingen dem Schutz der Privatspaere gilt, dem seien hier mal die ersten Faelle genannt, welche derzeit die Runde machen:

A story about a millionaire banker blamed for helping cause the global financial crisis was among the first to be hidden.

And a top flight referee who lied about a penalty incident and an airline accused of racism by a Muslim job applicant are among a series of MailOnline stories censored from Google.

Was also passiert ist, dass – ohe die Gruende dafuer nachvollziehen zu koennen – Verweise auf Informationen verschwinden, welche durch von gesellschaftlicher Relevanz sind. Wie vor allen Dingen der BBC Artikel weiter ausfuehrt, geht es mitunter um Informationen, welche z.B. als Teil einer Recherche dafuer gedacht sind die Kontinuitaet im Fehlverhalten von Verantwortlichen zu belegen; da Frage ich mich doch mal, wie lange es eigentlich dauert, bis jemand auf die Idee kommt zu klagen, weil er aufgrund des Entfernens Schaden genommen hat.

Je laenger ich dieses Thema verfolge, desto fragwuerdiger erscheint mir die ganze Angelegenheit.