Dass die Benutzung mobiler Geraete gleich in mehrerlei Hinsicht eine Herausforderung fuer den (Strassen-)Verkehr darstellt ist mir schon klar; in wie weit sich der Deutsche Gesetzgeber da allerdings austoben muss, ist sicherlich eine andere Sache. So bin ich vorhin via Heise News auf ein neues Gerichtsurteil aufmerksam gemacht wurden, welches es durchaus wert ist an dieser Stelle auch noch einmal erwaehnt zu werden:

Ein Autofahrer darf während der Fahrt nicht einmal die Uhrzeit auf seinem Handy ablesen. Das entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken. Nach Auffassung der Richter liegt darin eine sogenannte bestimmungsgemäße Nutzung des Handys und damit ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, der die Zahlung eines Bußgeldes rechtfertige (Az.: 1 Ss 1/14).

So wie das Gericht da argumentiert mag man dies (rein formal) vielleicht vertreten koennen, aber in letzter Konsequenz muss man dies dann wohl doch wieder in die Schublade mit der Aufschrift “Unsinniges” einsortieren (und am liebsten vergessen, wenn es nicht teuer werden koennte). Geht es hier eher um moegliche Ablenkungen beim Autofahren, oder wirklich um den Gebrauch des Handy; sollte es wirklich (woran ich ein wenig meine Zweifel habe) um eine potentielle Ablenkung gehen, wie steht es dann um die folgenden Dinge:

  • aus einer Wasserflasche trinken;
  • auf die Armbanduhr schauen;
  • Sender am Autoradio einstellen;
  • das Navi bedienen;
  • den Ausdruck des Routenplaner zu Rate ziehen…

Ich denke mal mit einem wenig Nachdenken laesst sich da ohne Probleme noch eine weitaus laengere Liste aufstellen. Wenn man es sich dann genauer ueberlegt finden sich vielleicht endlich noch die guten Argumente dafuer den Fahrer komplett vom Steuer zu entfernen (wie z.B. Google dies ja vormacht)…