Es gibt einfach Dinge, fuer welche man sich bewusst Zeit nehmen muss – Dinge, welche nicht einfach so nebenher, parallel passieren, sondern eine gewisse Mindestkonzentration erfordern. Nachrichten, Reportagen, Interviews, etc, anhoeren, das alles laesst sich wunderbar mit den diversesten Taetigkeiten kombinieren – ein Buch lesen aber vertraegt sich nur mit einer deutlich kleineren Anzahl von anderen Aktivitaeten. Von diesen wenigen gibt es zwar einige besonders angenehme (wie zum Beispiel eine Massage geben), aber bei wenig Licht im Regen durch die Gegend laufen gehoert nicht unbedingt zu den Umstaenden, welche sich zum Lesen eignen.

Typischerweise scheint es bei mir mit dem Lesen immer ein wenig phasenweise zu kommen: ueber einen gewissen Zeitraum bleibe ich konstant dabei und schaffe es so ein Buch nach dem anderen “abzuarbeiten” – dann tritt wieder eine Phase ein, wo meine Leseliste keinerlei Anstalten macht kuerzer zu werden. Gut, von alleine passiert letzteres natuerlich nicht, da gehoert auch schon ein wenig Selbstdisziplin dazu, so dass ich seit dem Ende letzten Jahres schon versuche wieder kontinuierlicher dran zu bleiben. Da macht es dann auch Sinn nicht einfach nur eine Liste abzuarbeiten (fuer die derzeit aeltesten Eintraege siehe unten), sondern sich eher an der Interessenlage zu orientieren – so bedeutet das Lesen keine Anstrengung sondern Genuss und Bereicherung.

ID Proj  Age  Description
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 3 books 3.5y Heretics of Dune (Frank Herbert)
 4 books 3.5y Chapterhouse Dune (Frank Herbert)
 5 books 3.5y The Virgin Suicides (Jeffrey Eugenides)
 6 books 3.5y Chronicles of Narnia (C.S. Lewis)
 7 books 3.5y White Orleander (Janet Fitch)
 8 books 3.5y Picture perfect (Jodi Picault)
 9 books 3.5y Nineteen minutes (Jodi Picault)
10 books 3.5y Perestroika (Michail Gorbatschow)
11 books 3.5y Die Entdeckung des Himmels (Harry Mulisch)
12 books 3.5y The Audacity of Hope (Barack Obama)

Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich mit “Bilder im Kopf: Die Geschichte meines Lebens” begonnen, der Autobiographie von Michael Ballhaus. Wer so auf Anhieb nichts mit dem Namen anfangen kann (Schande, Schande, Schande), der sollte mal einen Blick auf das IMDb Profil werfen. Auch wenn ich selbst nicht unbedingt die vollstaendige Liste der Filme, an welchen der Mann mitgewirkt hat, aufzaehlen koennte, so sind mir vor allen Dingen die Streifen gelaeufig, welche aufgrund ihrer Kamera-Arbeit – oder einer Erzaehlung, welche der Zeit voraus ist – besonders bemerkenswert sind:

… um zumindest mal ein paar zu nennen. In der ARD Mediathek gibt es uebrigens auch einen Beitrag anlaesslich der Buchveroeffentlichung – ein recht nettes, kurzes Portrait, aber wer mehr will, dem sei das Buch waermstens ans Herz gelegt.

Was war jetzt aber der eigentliche Aufhaenger? Als ich “Bilder im Kopf” am Sonntag Abend zugemacht habe, hatte ich noch weniger als 100 Seiten zu lesen; da scheint es mir doch realistisch, dass ich diesen verbleibenden Rest noch vor dem Ende der Woche – vielleicht aber auch schon vor dem Donnerstag Abend – schaffe. Motivation habe ich in jedem Fall, denn a) ist das Buch wirklich sehr interessant und trotz sein gelegentlichen sprachlichen Eigenheiten gut lesbar und b) will ich unbedingt mit “The Last Ship” beginnen.