Das passt ja eigentlich ziemlich gut: da ich seit einer Weile dabei bin meine Sammlung an virtuellen Maschinen zu aktualisieren und auszubauen, habe ich einfach mal die Nachricht auf Heise News zum Anlass genommen mir die aktuellen Debian ISOs an Land zu ziehen und die Basis-Konfigurationen fuer die virtuellen Maschinen anzulegen.

Nachdem die hitzigen Debatten um das Init-System in Debian 8 zur Ruhe gekommen sind, konnten sich die Entwickler wieder auf die Fertigstellung von Jessie konzentrieren. Seit dem Freeze Anfang November konnte die Zahl der Release-kritischen Bugs von über 300 auf unter 200 gedrückt werden – Debian 8 ist offenbar auf einem guten Weg.

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Standard-Desktop in Jessie ist die derzeit aktuelle Gnome-Version 3.14 – der zwischenzeitlich diskutierte Umstieg auf Xfce als Standard ist vom Tisch. Xfce steht allerdings ebenso wie LXDE, KDE 4, Cinnamon und Mate zur Wahl. Jessie verwendet den Linux-Kernel 3.16, X.org 7.7 mit dem X-Server 1.16 und die Glibc 2.19. Die Anwendungen sind mit LibreOffice 4.3.2, Iceweasel (Firefox) 31.4 und dem PIM Evolution 3.12 recht aktuell.

Typischerweise richte ich mir – wenn moeglich – gleich vier unterschiedliche Varianten eines Release ein:

  • Standard Desktop, 64 bit
  • Standard Desktop, 32 bit
  • LXDE Desktop, 64 bit
  • LXDE Desktop, 32 bit

Machdem ich wiederholt die Erfahrung gemacht habe, wie unterschiedlich doch der Resourcen-Hunger der unterschiedlichen Desktops ist, habe ich mich noch einmal extra mit LXDE angefreundet:

The “Lightweight X11 Desktop Environment” is an extremely fast-performing and energy-saving desktop environment. Maintained by an international community of developers, it comes with a beautiful interface, multi-language support, standard keyboard short cuts and additional features like tabbed file browsing. LXDE uses less CPU and less RAM than other environments. It is especially designed for cloud computers with low hardware specifications, such as netbooks, mobile devices (e.g. MIDs) or older computers. LXDE can be installed on many Linux distributions including Debian, Fedora, OpenSUSE and Ubuntu. It is the standard for Knoppix and lubuntu. LXDE also runs on OpenSolaris and BSD. LXDE provides a fast desktop experience; connecting easily with applications in the cloud. LXDE supports a wealth of programs that can be installed locally with Linux systems.

Sehr zu meiner Freunde konnte ich nun feststellen, dass der Net-Installer in der Tat in der Lage ist alle unterschiedlichen Varianten einzurichten:

Screenshot Debian installer

Dies bedeutet nicht nur, dass ich nicht Unmengen an ISO-Images bei mir auf der Festplatte (oder in diesem Fall auf dem Drobo) herumliegen habe (zumindest bis zum Abschluss der Installation), sondern auch dass ich bei der Installation wirklich die aktuelle Fassung aller Software-Pakete kriege – eine Kleinigkeit welche ja nicht ganz selbstverstaendlich ist (wie die wiederholte Erfahrung mit Ubuntu gezeigt hat).