Es hat nicht lange gebraucht um zu zeigen, wie absurd die Anfang April beschlossenen Massnahmen in Bezug auf die tagtaegliche Arbeit doch sind. Statt wirklich etwas an der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Partein zu machen, werden nun zusaetzliche formale Huerden eingebaut. Angefangen hat es damit, dass der Zugang zu dem Code-Repository geschlossen und bis heute nicht wieder – bis auf eine einzige Kontaktperson – geoeffnet wurde. Dass mich dies nicht vollkommen zur Untaetigkeit verdammt hat, ist wohl zu einem guten Teil der Tatsache geschuldet, dass ich von Beginn an recht konsequent auf den lokalen Einsatz von Git gebaut habe; auch wenn dann der zentrale Subversion-Server wegfaellt habe ich immer noch Zugriff auf Versionskontrolle und kann sogar meine Aenderungen zwischen verschiedenen Rechnern austauschen.

OCALFW mirror on Github

Ein klein wenig hat dies sogar einen befreienden Effekt gehabt, weil die nun verwendete Konfiguration vielleicht schon eher haette gebrauchen koennen; da es einem Git ja wirklich einfach macht Feature-Branches anzulegen (und ueber diese dann auch noch nicht fertige Arbeiten auszutauschen), verwende ich nun gleich eine Reihe davon, so dass ich auf diese Weise unterschiedliche Teilaufgaben recht gut voneiander entkoppeln kann. Auf diese Weise habe ich recht grosse Freiheit darin Code durch die Gegend zu schieben, ohne diesen ueber ein zentrales Repository laufen zu lassen (was gerade bei unfertigem Code immer so eine Sache ist).

All dies aendert aber nichts an der Tatsache, dass die Randbedinungen als solche – wie sie von extern angetragen und intern ohne groessere Gegenwehr akzeptiert werden – auf Dauer nicht tragbar sind. Ich werde sicherlich nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden, aber ein Absprung ist definitiv kein Tabu mehr.